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Der DSGVO-Effekt beim Fußball

„Fußball ist unser Leben“ sangen die Nationalspieler in den siebziger Jahren vor der Weltmeisterschaft in Deutschland. Für das bevorstehende Turnier in Russland wird die aktuelle Nationalmannschaft wohl nicht ins Aufnahmestudio gehen, aber falls doch, könnten sie den gleichen Text intonieren. Denn der Deutschen liebste Freizeitbeschäftigung konfrontierte den aufmerksamen TV-Zuschauer in der zurückliegenden Saison ganz offen mit dem Ernst des Lebens…

Im altehrwürdigen Old-Trafford-Stadion war beim Heimspiel von Manchester United gegen den Southampton Football Club keine Biermarke, kein Fernsehsender und kein Glücksspiel im Mittelpunkt der Bandenwerbung, sondern die nüchterne EU-Gesetzgebung zum Datenschutz. Im „Theater of Dreams“ wurden die United-Fans darauf hingewiesen, den Vereins-Newsletter doch bitte im Opt-In-Verfahren zu bestätigen, um ihn auch nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) weiter beziehen zu können. Traumhaft einfach!

Hier ist das LinkedIn-Posting von Matthew J. Dunn zum Zusammenspiel zwischen Fußball und EU-DSGVO:

Auch mit Blick auf den bevorstehenden Brexit ist es schon erstaunlich, wie ernst ein englischer Fußballklub den Artikel 4 der DSGVO-Vorgaben nimmt. Der Vorgang zeigt, dass europäische Organisationen grundsätzlich an die Datenschutzvorschriften gebunden sind, selbst wenn sie nicht Teil der EU sind.

Die DSGVO definiert eindeutige Kriterien für die Einwilligung betroffener Personen: „jede freiwillig für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung in Form einer Erklärung oder einer sonstigen eindeutigen bestätigenden Handlung, mit der die betroffene Person zu verstehen gibt, dass sie mit der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten einverstanden ist.” Aus Compliance-Sicht hat Manchester United also einen Treffer gelandet, indem Fans und Follower auf das verbindliche Opt-In-Verfahren hingewiesen werden.

Man wird sehen, wie sich die DSGVO-Anforderungen in der Praxis bewähren und ob andere Länder wie die USA einen gesetzgeberisch vergleichbaren Weg einschlagen. Auch wenn es auf internationaler Ebene nicht die gleichen, strengen Datenschutzgesetze für Personendaten gibt, so ist dennoch ein Denkprozess angestoßen worden, wie Organisationen am besten mit personenbezogenen Daten verfahren, die auf Unternehmensrechnern lagern. In der DACH-Region unterstützt Druva jedenfalls die Anforderungen von Firmen über eine entsprechende Produktentwicklung, die länderspezifische Datenschutzvorgaben berücksichtigt, lokal Public-Cloud-Dienste einbindet und deutsche Sprachunterstützung nutzt.

Erfahren Sie mehr über die EU-Vorgaben beim Datenschutz in dem IT-Ratgeber „Fünf Schritte zur Einhaltung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)“.



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